Scheidung Thailand

Ehescheidung in Thailand

Nach thailändischem Recht wird die Ehe durch Tod, Scheidung oder Aufhebung durch das Gericht aufgelöst.
Die Ehe wird nach thailändischem Recht aufgehoben oder für ungültig erklärt, wenn diese z.B.:

- unter Verstoß gegen das Verbot der Doppelehe eingegangen worden ist,
- die Ehegatten bei der Heirat nicht zurechnungsfähig, geschäftsfähig, mit einander Blutsverwandt waren,
- die Ehe nicht ordnungsgemäß registriert worden ist,
- die Eheleute bei der Heirat nicht ehefähig waren bzw. die Ehe aufgrund eines Irrtums über die Identität des anderen Ehegatten oder aufgrund einer Drohung bzw. einer arglistigen Täuschung eingegangen wurde.

Das Recht in Thailand unterscheidet zwischen der Privat-Scheidung und der gerichtlichen Scheidung.

Die Privatscheidung

Die Privat-Scheidung ist vollzogen, wenn beide Ehegatten vor dem Standesbeamten erklären und beurkunden lassen, dass die Ehe aufgelöst werden soll. Formell sieht das Gesetz vor, dass diese Erklärung vor zwei Zeugen unterzeichnet wird und das anschließend die Registrierung der Ehescheidung vor einem Bezirksamt (Ampoe) erfolgt.
Eine solche Privatscheidung ist aus der Sicht des deutschen Ehegatten allerdings unwirksam, da diese in Deutschland keine Anerkennung findet.

Die gerichtliche Ehescheidung

Die gerichtliche Scheidung ist in Thailand für streitige Fälle vorbehalten. Im Gesetz sind diverse Scheidungsgründe festgelegt.
Den Scheidungsgründen liegt stets ein Verschulden eines Ehegatten zugrunde.

Der antragstellende Ehegatte kann sich allerdings nicht auf das Verschulden des Anderen berufen, wenn er dem Fehlverhalten zugestimmt oder das Fehlverhalten verziehen hat. Der Ehegatte, der einen Scheidungsgrund gesetzt hat, ist nicht zur Stellung des Scheidungsantrages berechtigt.
Zu den wichtigsten Scheidungsgründen zählen:
- der Ehemann behandelt während der Ehe eine andere Frau wie seine Ehefrau und sorgt für sie z.B. durch Unterhaltsgewährung,
- die Ehefrau begeht Ehebruch,
- ein Ehegatte hat sich ein Fehlverhalten zu Schulden kommen lassen, dass für den anderen Ehegatten entwürdigend ist oder ihm die Fortsetzung der Ehe unter Berücksichtigung seiner Lebensstellung unzumutbar macht.
- körperliche und seelische Misshandlungen durch einen Ehegatten,
- ernsthafte Beleidigungen,
- böswilliges Verlassen eines Ehegatten, wenn seit dem Verlassen ein Jahr vergangen ist, dann kann der verlassene Ehegatte die Ehescheidung beantragen),
- ein Ehegatte ist zu einer erheblichen Freiheitsstrafe wegen eines Verbrechens verurteilt worden und dadurch ist das Ansehen des anderen Ehegatten erheblich geschädigt worden,
- ein Ehegatte ist für verschollen erklärt worden oder hat seinen Wohnort für mehr als 3 Jahre verlassen, ohne dass geklärt werden kann, ob er noch am Leben ist,
- ein Ehegatte verletzt seine Pflichten aus der ehelichen Versorgungsgemeinschaft, z.B. die Pflicht den anderen Ehegatten materiell zu unterstützen,
- Geisteskrankheit, sonstige ansteckende oder gefährliche Krankheiten, körperliche Behinderung, welche ein Zusammenleben der Eheleute unmöglich machen.

Ehescheidung mit Auslandsbezug

Wir können grundsätzlich nur Scheidungsverfahren bei deutschen Familiengerichten begleiten.
Dabei kann es durchaus sein, dass die Scheidung vor einem deutschen Gericht nach thailändischem Scheidungsrecht durchgeführt wird.
Welches Recht zur Anwendung kommt bestimmt sich international nach der sog. Rom-III-Verordnung.

Die Kosten der Online-Scheidung richten sich nach dem Einkommen der Ehepartner.
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